Holz als Baustoff – was man beachten sollte

In unserem heutigen Gastartikel führt AdvoGarant.de aus, auf welche Aspekte der Bauunternehmer (und auch der Bauherr) bei der Verwendung von Holz als Baustoff achten müssen.

Holzschutz mit natürlichen Methoden

Holz ist ein natürlicher Baustoff. Er wächst in Wäldern heran und stirbt ein Baum, wird er mit den Kräften der Natur beseitigt. Mithilfe von Insekten und Pilzen wird er in Humus umgewandelt. Verwendet man nun Holz als Baustoff, stellt sich die Frage, wie es vor dem natürlichen Zersetzungsprozess durch sehr unterschiedlich agierende Pilze und Insekten geschützt werden kann.

Alte Holzkonstruktionen, z.B. Fachwerkhäuser, werden heute durch ein geändertes Wohnverhalten und eine nicht sachgemäße Bauwerksunterhaltung von Schädlingen bedroht. Mit Pilz befallene Fachwerkhölzer werden beispielsweise von dem gescheckten Nagekäfer bevorzugt.

Natürliche Ursachen lassen sich dabei häufig durch natürliche Methoden bekämpfen. So wachsen keine Pilze an trockenem Holz. Gegen viele Insektenarten kann Insektenschutzmittel eingesetzt werden. Häufig werden dazu chemische Holzschutzmittel eingesetzt. Diese helfen jedoch nur bedingt.

Holzschutz beim Bauen

Daher wird in der letzten Zeit der Fokus auf baulichen Holzschutz gelegt, also eine bautechnische Anordnung, die dazu führen soll, dass das Holz nicht von Insekten oder Pilzen befallen werden kann. Hinsichtlich der Pilze funktioniert dies zufriedenstellend. Gegen Insektenbefall ist diese Vorgehensweise jedoch wenig erfolgreich.

Mit Ausnahme der Wahl einer Holzart, die von Insekten nicht oder kaum bevorzugt wird, gibt es gegen sie so gut wie keinen baulichen Holzschutz. Auch der Versuch Hölzer zu erhitzen und zu trocken, um sie ohne Einsatz von chemischen Holzschutzmitteln gegen Insektenbefall zu präparieren, scheiterte. Damit drohen Spätschäden an Holzkonstruktionen, für die Planer und Handwerker haften!

Dämmsysteme

Zu dem Befallproblem tritt die modere Bauweise mit Sparrenvolldämmung, Wandinnendämmung und Wärmedämmverbundsystemen im Außenbereich hinzu. Diese führen zu neuartigen Gefährdungen des verwendeten Holzes.

So entsteht beispielsweise bei der Sparrenvolldämmung theoretisch kein Kondensat. Praktisch ist Kondensat jedoch häufig anzutreffen und führt zu Fäulnis der Sparren in der Dachkonstruktion.

Zur Bekämpfung des Befalls sind Erfahrungen über Pilze und Insekten und deren Lebensgewohnheiten nötig. In den letzten Jahren haben sich dabei Verfahren gezeigt, die unabhängig von der DIN 68 800 (Holzschutznorm) erfolgversprechend sind.

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